Zwetschgenstrudel – die spätsommerliche Leckerei in unserer Draußenküche

Zwetschgenstrudel wird belegt

Der Zwetschgenstrudel wird fachmännisch belegt :-)

Wenn im späten Sommer Erntezeit ist, kann Thomas  keiner halten. Früher wurde der Strudel noch maschinell in der Backstube ausgerollt, doch heute in unserer Draußenküche kommt traditionell das Leinentuch zum Einsatz und der Teig wird hauchdünn über den Handrücken gezogen. Wenn alles richtig gemacht wird, ist das gar nicht so schwer, nur rissige Haut und scharfe Fingernägel sollten vermieden werden.

Hauchdünn wird der Strudelteig über den Handrücken gezogen

Hauchdünn wird der Strudelteig über den Handrücken gezogen

Zutaten für den Strudelteig für ca. 4 Personen:

  • 250 g glattes Mehl (405 oder 00)
  • 60 ml Öl
  • 125 ml kaltes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • ca. 50 g Butter / Margarine flüssig

Zutaten für die Füllung

  • ca. 900 g Pflaumen/Zwetschgen halbiert/entsteint
  • 100 g Zucker, am besten Rohrohrzucker
  • 2 EL Hartweizengries
  • event. Zimtzucker nach Belieben

Zutaten für den Zwetschgenstrudel

Zutaten für den Zwetschgenstrudel

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten für den Strudelteig bis auf die Butter/Margarine gut verkneten. Das Wasser muss wirklich eiskalt sein. Der Teig ist fertig, wenn er sich gut vom Schüsselrand löst.
  2. Den fertigen Teig in einem feuchten Leintuch an einem kühlen Ort mindestens 1 Stunde ruhen lassen.
  3. In der Zwischenzeit ein Drittel (ca. 300 gr.) der Zwetschgen mit dem Zucker kurz zum Kochen bringen.
  4. Jetzt sollte alles etwas flüssig sein und ihr rührt die beiden Esslöffel Hartweizengries unter.
  5. Das Ganze bei kleiner Hitze ca. sieben Minuten unter ständigem Rühren köcheln und dann abkühlen lassen.
  6. Wenn die Ruhezeit des Teiges vorbei ist, nehmt ihr das Leintuch, mehlt es ordentlich ein und rollt den Teig anfänglich darauf aus, bis er cirka noch 2-3 mm dick und schön rechteckig ist.
  7. Ab diesem Punkt darf kein Mehl mehr auf den Teig, stattdessen bepinselt ihr ihn mit der flüssigen Butter/Margarine und lasst bitte keine Stelle aus, aber hebt euch noch ein klein wenig auf.
  8. Ab jetzt kommt richtige Handarbeit! Ihr fahrt mit einer Hand unter den Teig, sodass der Handrücken bis zur Mitte des Rechtecks kommt und von dort aus mit leichtem Zug wieder zurück zum Rand geführt wird.
  9. Das macht ihr solange bis der Teig auf seiner ganzen Fläche gleichmäßig dünn ist, ca. 1 mm ist er jetzt. Die lange Seite sollte etwas länger als eure Kastenform sein, in der ihr den Strudel später backt.
  10. Als erstes wird nun die gekochte Zwetschgenmasse, die ruhig noch ein paar Stücken enthalten darf, gleichmäßig und vorsichtig auf dem Strudelteig verteilt. Auf der einen längeren Seite lasst bitte in etwa 5 cm frei, also unbestrichen.
  11. Nun kommen die restlichen Zwetschgenhälften auf die Füllung und der unbestrichene Rand bleibt weiter frei. Wer mag streut noch Zimt oder Zimtzucker darüber.
  12. Diesen Rand bestreicht ihr nun mit etwas flüssiger Butter und fangt von der anderen Seite an den Strudel aufzurollen. Am besten gelingt es euch, wenn ihr das Leintuch als Rollhilfe nehmt.
  13. Am Ende habt ihr den freien Teil übrig und “klebt” ihn als Abschluss an der Teigrolle fest.
  14. Jetzt noch die offenen Enden zusammen klappen, dass dort nichts rauslaufen kann und unter dem Strudel einklemmen.
  15. Der letzte schwierige Teil kommt nun. Ihr müsst den Strudel im Ganzen in die gusseiserne Backform bugsieren und möglichst den “Schluss”, also die “Naht” nach unten legen.
  16. Jetzt noch die Oberseite mit dem Rest Butter/Margarine bepinseln oder auch noch Zimtzucker draufstreuen, Deckel drauf und dann ab in die Glut für 20-30 Minuten. In etwa 10 Minuten vor Schluss, nach 15-20 Minuten legt ihr noch gut Glut oder Feuer auf den Deckel, um Farbe von oben zu haben oder den Zimtzucker etwas zu karamellisieren.
  17. Wenn der Strudel fertig ist könnt ihr ihn noch mit Puderzucker besieben, das muss aber nicht sein.

    Pflaumenstrudel in der Draußenküche gebacken

    Pflaumenstrudel in der Draußenküche gebacken

Nicht wundern, dass ihr die Form nicht einfetten solltet. Durch das Öl im Teig und die Butter/Margarine sollte er nicht anbacken und gut eingebackene Gussformen tragen auch noch zu einem optimalen Backergebnis bei.

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