Hohenurachsteig, ein Grafensteig in Bad Urach auf der Schwäbischen Alb

Nachts auf der Burgruine Hohenurach

Die Burgruine Hohenurach ist der Höhepunkt der Wanderung

 

Der Hohenurachsteig ist einer der fünf premiumzertifizierten Wanderwege in Bad Urach auf der Schwäbischen Alb. Er ist nicht der längste, aber mit fast 500 Höhenmeter Aufstieg durchaus einer der sportivsten Grafensteige. Der zentrale Mittelpunkt der Tour ist natürlich die Burgruine Hohenurach, die Namensgeberin der auch sportiven Wanderung. Insbesondere der durchaus alpin anmutende Abstieg zur Kreuzhütte. Hier ist insbesondere bei Nässe besondere Vorsicht geboten. Auch der sich daran anschließende Aufstieg zur Hohenurach bringt nochmal einige Höhenmeter mit sich.

Ein schmaler mit Wurzeln durchzogener Pfad, direkt hinter dem Uracher Bahnhof hinauf zum Hanner-Felsen-Trio, bringt uns schnell auf Betriebstemperatur auf dem Hohenurachsteig. Die Jacke als oberste Schicht unseres Zwiebelprinzip-Outfits landet schon im Rucksack, bevor wir den Vorderen Hanner Felsen erreicht haben. Wie schön, dass es selbst bei uns Schwaben im Wald keine Kehrwoche gibt. Wir somit an einem wilden Durcheinander an Baumstämmen und dick mit Moos ummantelten Steinen entlang wandern. Dann zeigen sich beim Blick nach oben schon die ersten albtypischen Kalksteinfelsen. Schnell erreichen wir über die schmalen, schweißtreibenden Steinstufen der Hanner Steige das kleine Plateau des Vorderen Hanner Felsen.

Felsenaussicht auf Bad Urach

Felsenhafte Aussichten bieten sich immer wieder auf Bad Urach.

Das Felsentrio, die Hanner Felsen

Die drei Namensvettern, der Vordere, der Mittlere und der Hintere Hanner Felsen liegen jeweils nur wenige 100 Meter voneinander entfernt. Der Tapetenwechsel, der sich jedoch von jedem der Felsen zeigt, ist grandios. Von der ersten Aussicht haben wir einen Premiumblick hinunter nach Urach auf die Amanduskirche, das Residenzschloss und schauen ins Ermstal. Wir nehmen Platz auf einer der zahlreichen Bänke, denn der Blick vom steilen Felsvorsprung sorgt durchaus für weiche Knie. Auf der anderen Talseite machen wir  Hülben mit dem davor liegenden Rappenfelsen und Grabenstetten aus. Weiter geht es zum Mittleren und Hinteren Hanner Felsen: Enormen Felsenzuwachs sichten wir hier und schließlich auch die Namensgeberin der Wanderung, die Ruine Hohenurach. Im sanften Auf und Ab durch den Mischwald erreichen wir den höchsten Punkt auf der Strecke, den Eppenzillfelsen mit einer Wellnessliege auf dem Felsvorsprung.

Ein Hightlight es Hohenurachsteigs: Aussicht vom Eppenzillfelsen

Hier gibt es wahrlich einige Highlights zu entdecken: den gigantischen Rutschenfelsen aus Weißjura, zuerst hören wir es nur plätschern und als wir uns in Richtung Felskante wagen, zeigt sich der sprudelnde Uracher Wasserfall und natürlich im Vollprofil die Ruine Hohenurach. Nun wird der Weg richtig sportiv, fast schon alpin. Steil geht es über Wurzeln, Felsen und rutschiges Laub hinunter zur Kreuzhütte, mit Wanderstöcken ist man hier klar im Vorteil. Direkt unterhalb der Hütte kreuzen wir den Albsteig und nehmen Anlauf hinauf zur Ruine. War die bisherige Strecke ein fast menschenleerer Geheimtipp, tummeln sich zwischen den alten Gemäuern, die im 11. Jahrhundert von den Grafen von Urach errichtet wurden, doch einige Menschen mehr. Wir finden trotzdem ein schönes Picknickplätzchen mit Aussicht, bevor es an den abschließenden Abstieg durch den Wald vorbei an der Jugendherberge geht. Spätestens dort lohnt sich der Blick zurück über die Schulter, um nochmal die über uns thronende Ruine in ihrer gesamten Schönheit zu genießen. Eine wundervoll aussichtsreiche Wanderung ist der Hohenurachsteig mit vielen wenig frequentierten Passagen.

Blick auf den Rutschenfelsen

Blick auf den Rutschenfelsen hat man von der Ruine Hohenurach.

Infobox Grafensteig Hohenurachsteig, Bad Urach:

Länge: 7,5 km (ca. 2,5 h), Höhenmeter Aufstieg: 487 m, höchster Punkt: 744 m, tiefster Punkt: 456 m

Parkmöglichkeiten: Start- und Zielpunkt: P+R Parkplatz Bahnhof Bad Urach

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:

Einkehr: Eine Gaststätte liegt nicht auf der Strecke, jedoch bieten sich zahlreiche Gelegenheiten für ein Rucksackvesper. Diverse Wirtschaften befinden sich direkt im Zentrum von Bad Urach.

Unsere Übernachtung: Flair Hotel Vierjahreszeiten, 72574 Bad Urach

Karten und Wanderführer:

Wander- und Fahrradkarte: Mittlere Alb/Münsinger Alb (Nr. 779), Kompass Verlag, ISBN: 978-3-99044-367-5. Eine handliche Broschüre mit allen Grafensteigen kann bei der Kurverwaltung angefordert werden.

Besondere Tipps: Bad Urach verfügt über eine hyperthermale Heilquelle,  aus der aus 770 Metern Tiefe das 61 Grad heiße Thermalwasser sprudelt und das Thermal-Mineralbad, die AlbThermen speist. Wer in Bad Urach übernachtet, kann dort mit der AlbCard bei freien Eintritt relaxen. Auch die Altstadt mit den zahlreichen Fachwerkhäusern lohnt einen Besuch. An heißen Sommertagen kann man sich im Höhenfreibad wunderbar abkühlen und den Blick auf die Ruine Hohenurach genießen.

Pausenverpflegung aus dem Rucksack

Wenn keine Einkehr möglich ist, verpflegen wir uns eben selber. Vesper gehört immer in den Rucksack.

Auch den Wasserfallsteig und den Hohenwittlingensteig haben wir schon unter unseren Wandersohlen erlebt.

 

Vielen Dank an die Schwäbische Alb für die Organisation und Einladung zu diesem Outdoor-Erlebnis im Rahmen einer individuellen Pressereise.

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