Homöopathie – Gute Helfer bei Outdoor-Aktivitäten

Homöopathie im Einsatz bei Outdoor-Aktivitäten

Homöopathie im Einsatz bei Outdoor-Aktivitäten

Ein Gastbeitrag von Karoline Dichtl, sie ist seit 20 Jahren als Heilpraktikerin tätig.

Beim Wandern, Kanu oder Fahrrad fahren drückt z. B. schnell mal der Schuh, der  Nacken krampft vom schweren Rucksack, man überschätzt seine Kräfte oder tankt zu viel Sonne usw.

Die Homöopathie bietet ganz spezielle Mittel, die bei verschiedenen klimatischen Faktoren wie trockenem kaltem Wind oder nass-kaltem Wetter eingesetzt werden können und eine Erkrankung verhindern helfen. Daneben sind natürlich auch die Verletzungsmittel sehr wertvolle Helfer, um Verschlimmerungen zu verhindern und den weiteren Outdoor-Aktivitätengenuss zu ermöglichen.

Homöopathische Hilfsmittel für Outdoor-Aktivisten

Verletzungsmittel

Bei allen Verletzungen, vor allem aber „stumpfen“ Traumen, wie Prellungen, Zerrungen, überanstrengte Muskeln. Auch bei Zerschlagenheitsgefühl durch eine (über-)lange oder extreme Wanderung und Muskelkater: ArnikaC30

Schürfwunden, Rissverletzungen. Die Hautoberfläche ist eröffnet, die Wundränder sind ausgefranst und uneben, meist Brennschmerz und Nässen in der Folge mit eventueller Infektionsgefahr bei großen Flächen: Calendula C30

Schnittwunden, Verletzungen durch scharfe Schnitte oder Felsverletzungen. Die Hautränder an der Verletzungsstelle sind gerade und glatt. Meistens sind die Hände oder Unterarme betroffen, aber auch Ellbogen oder Knie, daher ist eine schnelle Wundheilung und rasche Schmerzlinderung sehr erleichternd: Staphisagria C30

Verletzungen, Beschwerden, die nur durch Ruhe und Druck(verband) besser werden. Meist handelt es sich um Zerrungen, Prellungen oder Folgen von Stürzen. Jede kleinste Bewegung schmerzt stark, daher wird Ruhe bevorzugt. Bei Rippenprellungen wird durch das schmerzhafte Ein- und Ausatmen die Atmung beeinträchtigt: Bryonia C30

Bisse von Tieren, Zecken, Hunden oder unbekannte Bisse. Senkt die Infektionsgefahr, lindert den Schmerz und fördert die Wundheilung. Kann bei Hunde- oder Zeckenbissen eine Infektion der Wunde verhindern:  Ledum C30

Nervenquetschungen kommen vor allem an den Endgliedern der Hände, also den Fingern und den Füßen vor. Einklemmen an Felsspalten, harter Einsatz bei Klettertouren, schwere Stürze oder Steinschlag auf wenig geschütztes Gewebe: Hypericum C30

Nicht nur neue Wanderschuhe führen zu Blasenbildung, sondern auch schwitzige Füße. Das Mittel sollte sehr frühzeitig eingesetzt werden, nämlich schon, wenn der Brennschmerz als Andeutung da ist: Cantharis C30

Erschöpfungsmittel

Manche Menschen neigen bei Anstrengungen und sportlichen Aktivitäten zu starkem Schwitzen. Die Folge kann Erschöpfung oder mangelnde Leistungsfähigkeit sein. Das Schwitzen ist so stark, dass das T-Shirt häufig gewechselt werden muss oder es vollkommen durchnässt ist. Wirkungsvoll gegen nächtliches Schwitzen: Acidum phosphoricum D12

Man fühlt sich am Abend einer (über-)langen Wanderung zerschlagen und kaputt; alle „Knochen“ tun weh, Muskelkater und Schweregefühl in den Muskeln, man kann sich kaum mehr bewegen, Muskelschmerzen: Arnika C30

Krämpfe, Verspannungen, Anspannung

Wandern, Hochtouren und körperliche Aktivitäten fordern den Magesiumhaushalt im Körper. Daher sollte bei Getränken immer auf einen hohen Magnesiumgehalt geachtet werden oder Brausetabletten zum Einsatz kommen. Bei Anspannung oder Schmerzen durch Überlastung oder auch vor einer großen, herausfordernden Tour, Verkrampfung der Schulter-Nacken-Region durch schweres Gepäck oder Krämpfe der inneren Organe: Magnesium phosphoricum C30

Neben den allgemeinen, unbedenklich einsetzbaren Mitteln, hält die Homöopathie immer auch wirkungsvolle wirkungsvolle Mittel für spezielle Probleme vor. Bei unangenehmen Krämpfen der Fußsohlen, der Zehen oder der Finger: Cuprum metallicum C30

Folgen von starker Sonneneinstrahlung

Eine Kopfbedeckung ist bei Bergtouren und auch auf dem Wasser unerlässlich, doch trotzdem kann es zu Sonnenstich, Hitzschlag oder Sonnenbrand kommen, vor allem, wenn nicht genug getrunken wurde. Die Haut ist heiß und spannt, der Kopfschmerz klopft und pocht, unerträglicher Schmerz, evtl. mit Sehstörungen und meist großer Durst: Belladonna C30

Wenn der Sonnenbrand zu Blasenbildung geführt hat, heißt es: möglichst schnell runter vom Berg. Bei großen Flächen (nackter, unbedeckter Rücken, den man bei manchen Kletterern sieht) besteht Lebensgefahr, durch Wasserentzug aus dem Blutgefäß. Kühlung lindert, viel Wasser würde helfen, aber oft besteht kein Durst: Cantharis C30

Wenn die direkte Sonneneinstrahlung zu einer Sonnenallergie auf der Haut führt, würden Antiallergika müde machen und gerade bei Kletterern geistige Leistungseinschränkungen mit sich bringen. Daher empfiehlt sich: Urtica urens C30

Homöopathie im Einsatz bei Outdoor-Aktivitäten

Globuli in kleinen Röhrchen, platz- und gewichtssparend für die Outdoor-Aktivitäten.

Beschwerden durch große Höhe

Bereits ab 2000 Höhenmetern weicht die Sauerstoffversorgung abweichend von unserem gewohnten Alltag ab. Bei manchen Menschen beginnt hier schon eine relative körperliche Einschränkung, indem sie langsamer gehen müssen. Bei gut trainierten Menschen ist dies erst in größeren Höhen, oft über 3000 Höhenmetern der Fall. Das Mittel verbessert die Eisenbindungskapazität an die Erythorcyten, wichtig für Herz und Muskeln: Ferrum phosphoricum D12

Extremsportler und Höhenbergsteiger können eine Steigerung der Leistungsfähigkeit, wobei das Mittel als Vorbereitung VOR der Tour regelmäßig eingenommen werden sollte. Man kann natürlich auch dem alten Prinzip „was nicht tötet, härtet ab“ frönen. Nur: Gesunderhaltung und Körperachtsamkeit sieht anders aus…: Schüßlersalz Nr. 17 Manganum sulfuricum D12, 3x täglich 2 Tabletten lutschen.

Dosierung und Einsatz:

Alle C30 Potenzen werden maximal 1-2x täglich eingenommen. Jeweils fünf Kügelchen werden in den Mund/unter die Zunge gelegt und gelutscht. Diese Dosierung gilt nur die harten und fordernden Bedingungen am Berg oder bei langen Touren – NICHT für zuhause, wo Arzneimittelprüfungen ausgelöst werden können (Das heißt es treten Symptome auf, die durch die Einnahme erst hervorgerufen werden ). Da vor allem bei fordernden Wander- und Bergtouren ein einfaches Vorgehen den Einsatz von Homöopathie und Schüßlersalzen erfordert, ist die C30 für diese AUSNAHMESITUATION angemessen, nicht aber für den geregelten ruhigen Alltag, wo die Potenz D12 passender wäre und dann 3x täglich 5 Globuli für vier Wochen genommen werden. Manche der o.g. Mittel sind trotzdem in der Potenz D12 beschrieben, da sie auf der Körperebene als „D12“ besser wirksam sind. Sie werden dreimal täglich eingenommen und gelutscht, also z.B. morgens vor der Tour, bei der mittäglichen Rast und am Abend bei der Ankunft. Es sollte nur 1 D12-Mittel zum Einsatz kommen, ergänzt durch 1 oder 2 Mittel der C30-Potenz.

Am besten fragen Sie bei Ihrer nahe gelegenen Apotheke, ob „ausgeeinzelte“ homöopathische Mittel verfügbar sind.

Über Karoline Dichtl
Karoline Dichtl ist Heilpraktikerin und Autorin, hat 30 Jahre Erfahrung im medizinischen Bereich, vor allem Chirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie und Intensivmedizin. Seit 20 Jahren ist sie als Heilpraktikerin tätig und Buchautorin von „Schüßlersalze und Homöopathie erfolgreich kombinieren“.

 

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3 Responses to Homöopathie – Gute Helfer bei Outdoor-Aktivitäten

  1. Antje says:

    Ich schwöre ja auf Arnika, das ist ein echter Allround-Helfer. Und Magnesium hat schon so manchen Wandermuskelkater erträglich gemacht. Die Liste werde ich mir auf jeden Fall aufheben, danke für die Tipps.

  2. Andreas says:

    Hallo Silke,

    jetzt fehlt nur noch ein wirksames Mittel gegen Höhenangst. Das kann man gleich praktisch prüfen ob es in der Praxis wirksam ist. Ich kenne mehrere die darunter leiden. Gibt es so ein Mittel. Was hilft gegen Höhenangst?

    Gruß Andreas

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